Kurt-Peter Gertz: Jacobäische Gedanken, Gedichte, Gesänge, Gebete

Solingen, Verlag U. Nink, 2013, 136 S., mit 20 Abbildungen, ISBN 978-3-934159-27-3, € 12,80 (das Buch kann direkt vom Verlag U. Nink, Lützowstr. 245, D-42653 Solingen, ursula.nink@t-online.de, bezogen werden)

 

Hunderte von Jakobspilgern haben in den letzten Jahren ihre Berichte vom zurückgelegten Weg in Buchform, in privaten Digitaldrucken oder im Internet vorgelegt. Nur wenige Berichterstatter verarbeiteten ihre Eindrücke auch in Gedichtform. Zu diesen gehört Pfarrer i. R. Dr. Kurt-Peter Gertz, der auf seinen Pilgerwanderungen in den letzten 25 Jahren (1988-2013) teils nachdenkliche, teils emotionale, teils humorvolle Gedichte zum Jakobsweg und zur Verehrung des Pilgerapostels schrieb – immer dann, wenn er das Gefühl hatte, dass Prosa nicht mehr ausreicht, um die Erlebnisse in Worte zu fassen. Es sind ganzseitige Gedichte, aber auch Gedankensplitter in nur wenigen Worten. Diese sind jetzt neben einigen Meditationen zum Ende des Heiligen Compostelanischen Jahres 1999 und zu Kunstwerken in der Jakobuskirche von Ratingen-Homberg im neuesten Buch des Pfarrers nachzulesen.

Es beginnt mit einer Reihe von Gedichten, die auf dem spanischen Jakobsweg von den Pyrenäen nach Santiago de Compostela im Jahre 1988 entstanden sind. Darin kommen bedeutende Stationen dieses Weges wie Roncesvalles, Puente la Reina usw. zur Sprache. So bedauert Jakobspilger Gertz z. B. im Gedicht über Frómista die zu rigorose Restaurierung der romanischen Kirche San Martín mit den Worten: „Heiliger Martin, es hat dir nicht gut getan, dass man dir den Schein ewiger Jugend wiedergab“.

Von allen Landschaften am spanischen Jakobsweg hat es Galicien, in dem ja das Heiligtum des Apostels Jakobus liegt, dem Autor besonders angetan. Im Gedicht aus dem Jahre 1988 wird schon vieles angesprochen, was diese Landschaft zu bieten hat: Steineichen, Esskastanien, Eukalyptusbäume, Maisspeicher, Weinlauben, Kohlsuppe, Brustwarzenkäse, sattgrüne Hügel, fruchtbare Täler usw. Später hat Dr. Kurt-Peter Gertz auf anderen Pilgerwanderungen eine Reihe weiterer Gedichte über Galicien verfasst, die ebenfalls im neuen Buch enthalten sind.

Santiago de Compostela, das lang ersehnte Ziel der Jakobspilger, wird mit mehreren Texten aus den Jahren 1988, 1999 und 2013 gewürdigt. Den Gedichtband beschließt der „Kölner Jakobus-Pilger-Segen“, der eine Verbindung des Kölner Domes mit der Kathedrale in Santiago de Compostela herstellt. Die Neuerscheinung ist für alle, die bereits auf dem Jakobsweg gepilgert sind und ihre Erlebnisse vertiefen wollen, eine empfehlenswerte Lektüre.

 

 

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